GWT-Nachlese zum 33. BVMA-Symposium
Wie kann sich Deutschland wieder zum führenden Standort für klinische Studien und medizinische Forschung entwickeln? Dieser zentralen Fragestellung ging das 33. BVMA*-Symposium am 21. November 2025 in München auf den Grund.
Im Januar präsentierte das GWT-Medizinteam der gesamten Belegschaft die wichtigsten Lösungsansätze in komprimierter Form. Aufgezeigt wurden mögliche Maßnahmen zur Schließung der Translationslücke zwischen medizinischer Forschung bis zur klinischen Anwendung von innovativen Therapien. Die Vereinfachung bürokratischer Prozesse sowie Genehmigungsverfahren, aber auch die Stärkung einer engeren Zusammenarbeit zwischen Forschungsinstituten, Unternehmen und Behörden können Basis für schnellere Entwicklungszyklen in der Medikamentenforschung sein, um neue innovative, wirksame und sichere Therapie für die Patienten bereitzustellen. Dabei spielt das Medizinforschungsgesetz (MFG) sowie die Entwicklungen rund um die Künstliche Intelligenz (KI) eine zentrale Rolle.
Die Vortragenden berichteten über neue gesetzliche Änderungen, zu ersten Erfahrungen der Behörde bei der Umsetzung der Forderungen des MFG in Bezug auf die Genehmigungsprozesse für klinische Prüfungen sowie zu Überlegungen, wie das Sicherheits-Reporting von schweren unerwünschten Ereignissen im Rahmen klinischer Prüfungen weiter verbessert werden kann. Aber auch Themen, wie die Schaffung von universitären Studiennetzwerken, die Einsatzmöglichkeiten von KI entlang des gesamten Prozesses von klinischen Prüfungen sowie die Nutzungsmöglichkeiten von Sekundärdaten oder Real-World-Daten im Rahmen von Zulassungsverfahren waren spannende Themen. Die Initiative Studienstandort Deutschland (ISD) stellte ihre Forderungen und Aktivitäten vor, wie zum Beispiel die Erarbeitung von Standardvertragsklauseln zur vertraglichen Einbindung von Prüfzentren am Standort Deutschland.
Mit dieser Veranstaltung konnten die Teilnehmenden der GWT ihr Wissen und die Sicht auf die „Landschaft“ der klinischen Forschung weiter vertiefen, um dies als Impuls für die weitere Entwicklung unserer eigenen Prozesse als akademische Forschungseinrichtung aufzunehmen.
*Bundesverband Medizinischer Auftragsinstitute e.V.